Forschung

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Gegenstand der Forschung am NFS Bioinspirierte Materialien ist es, Inspiration aus der Natur zu verwenden, um neue, künstliche Materialien zu entwickeln, die ihre Eigenschaften «auf Kommando», also durch einen Anstoss von aussen, verändern können. Diese oft auch als «intelligent» oder «smart» bezeichneten Materialien sind von grundsätzlichem wissenschaftlichem Interesse. Gleichzeitig haben sie das Potenzial für zahlreiche Anwendungen, die von der Klimaregelung in Gebäuden bis hin zu Systemen zur zielgenauen Abgabe von Wirkstoffen in der Medizin reichen.

Seit einiger Zeit haben Wissenschaftler begonnen, Beobachtungen aus der Natur als Inspiration für die Schaffung künstlicher Materialien mit erstaunlichen, stimulierbaren Eigenschaften zu verwenden. Beispiele neuartiger Materialien, deren Eigenschaften am NFS beteiligte Forschungsgruppen studiert haben, sind mechanisch adaptive Nano-Verbundwerkstoffe, die von der Seegurke inspiriert sind, Nanopartikel für den Medikamententransport, die der Struktur und dem Tarnverhalten von Viren nachempfunden sind, oder auch optische Elemente, welche die Nanomuster auf Schmetterlingsflügeln nachahmen.

Mit dem Ziel, bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen zu ermöglichen und das enorme Innovationspotenzial dieses Forschungsfeldes freizusetzen, hat der neue NFS eine gross angelegte interdisziplinäre Forschungsinitiative lanciert, welche Kompetenzen in Chemie, Physik, Materialwissenschaft, Biologie und Medizin bündelt.

Die Forschung wird in drei interdisziplinären Modulen organisiert, die sich auf folgende Themen konzentrieren: mechanisch-responsive Materialien, durch Selbstassemblierung geschaffene responsive Materialien sowie die Wechselwirkung zwischen responsiven Materialien und lebenden Zellen.

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